Sicherheit …..

Mehr Sicherheit ist, berufsbedingt, natürlich auch eines meiner Ziele für Selm, denn Sicherheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Wie attraktiv und lebenswert eine Stadt ist, hängt auch maßgeblich davon ab, wie es um Sicherheit und Kriminalität bestellt ist. Hier geht es nicht um die Aussagen irgendeiner Statistik, sondern darum, wie sicher die Bürger sich tatsächlich fühlen.

Es wäre nun sehr einfach, zu behaupten, ich würde mich als Bürgermeister für mehr Polizeipräsenz im Ort einsetzen. Diese wäre sicherlich angebracht, genauso, wie Selm eine durchgehend besetzte Wache benötigt. Ich mache aber keine Versprechen, die ich nicht halten kann. Jeder Kandidat, der so etwas verspricht, weiß, dass er es gar nicht einhalten kann, da es nicht in seinem Einflussbereich liegt.

Selbst die Kreispolizeibehörde Unna hat hier wenig Einfluss, da sie mit dem Personal arbeiten muss, was ihr vom Innenministerium nach bestimmten Schlüsselungen zugeteilt wird. Dass insbesondere unsere Polizei, Justiz und Vollzug in den letzten Jahren kaputt gespart worden ist, ist ein Thema, was wir in der Landes- bzw. Bundespolitik verfolgen.

Ich würde in Selm die sog. Ordnungspartnerschaft ausbauen (Doppelstreifen aus Polizeibeamter und Mitarbeiter Ordnungsamt bzw. Mitarbeiter Ordnungsamt und Mitarbeiter privater Sicherheitsdienst). Es ist wichtig, dass eine Präsenz vor Ort ist und die Kräfte nicht nur von Einsatz zu Einsatz hetzen. Dazu ist es notwendig, dass die Schichten und auch Aufgabenpriorität beim Ordnungsamt angepasst werden. Mitarbeiter des Ordnungsamtes müssen auch am Wochenende und nachts verfügbar werden. Das Personal des Ordnungsamtes muss daher aufgestockt werden, um eine Abdeckung an sieben Tagen in der Woche, 24 Stunden am Tag, zu gewährleisten. Die zusätzlichen Stellen im jetzigen Haushalt reichen nicht! Hier müssen wir also andere Prioritäten setzen.

Sollte dies personell nicht reichen, müssen zu entsprechenden Zeiten und an entsprechenden Orten private Sicherheitsdienste eingesetzt werden. Außerdem befürworte ich eine stärkere digitale Überwachung von Örtlichkeiten, von denen regelmäßig Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten ausgehen (z. B. Sachbeschädigung, Bedrohung, Ruhestörung).

Für eine langfristige Lösung gibt es auch Konzepte, in denen Bürger auf ehrenamtlicher, enger Anbindung an die Stadt, zusammen arbeiten. Dieses Konzept “Nachtschwärmer” werde ich noch gesondert erläutern. Es gibt Kommunen, in denen dies bereits erfolgreich umgesetzt wird und dort haben wir einen erheblichen Rückgang in der Kriminalstatistik.