Mitfahrerbänke

Mitfahrerbänke

In Großstädten fahren Busse und Bahnen fast im Minutentakt, wenn ich mir, nur mal als Beispiel, die Verbindungen von Selm nach Olfen, Vinnum oder Cappenberg ansehe, dann kann ich zu Recht sagen, dass in diesen eher ländlichen Bereichen der ÖPNV doch etwas seltener fährt. 

Mitfahrerbänke könnten hier ein stückweit abhelfen. Dabei handelt es sich um in öffentlichen Raum aufgestellte Sitzbänke, die einen besonderen Zweck verfolgen.

Sie können z.B. mit einem Richtungsschild ausgestattet sein, das ausgeklappt wird und so den vorbeifahrenden Autos signalisiert, dass die Menschen auf den Bänken auf eine Mitfahrgelegenheit, zu dem auf den Richtungsschild angezeigten Ort, warten. So gesehen ist eine Mitfahrerbank ein Treffpunkt für spontane Fahrgemeinschaften.

Und möchte jemand nicht mit einem Fremden mitfahren, so kann er doch einfach warten, bis ein ihm bekanntes Gesicht anhält und ihn mitnehmen möchte. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass jemand sich persönlich oder online bei der Stadt als Mitnehmender anmeldet und dann einen Aufkleber erhält, der ihn als angemeldeter Mitnehmer auszeichnet.

Viele Städte, insbesondere im ländlichen Bereich, nutzen bereits Mitfahrerbänke. Ganz klar ist, dass die Mitfahrerbank nur zu einem gewissen Grad die Mitnahme gewährleisten kann, aber immerhin kann sie auch noch als Ruhebank oder als Kommunikationsmöglichkeit verwendet werden. Menschen können dort sitzen und wenn man sich nicht kennt, kann man sich dank der Mitfahrerbank noch einfacher kennenlernen.

Die Vorteile so wie ich sie sehe, liegen darin, dass es für alle Beteiligten ein  niederschwelliges Angebot ist. Es spricht auch die Menschen an, die die Möglichkeiten der neuen Techniken nicht nutzen wollen oder können. Die Mitfahrerbänke fördern auch das soziale Miteinander, die Kommunikation, die Solidarität und natürlich auch den ÖPNV. Auch hinsichtlich des Umweltschutzes leisten Mitfahrerbänke einen Anteil, denn wenn Kraftfahrzeuge bisher nur mit einer Person genutzt wurden, so werden nun mehrere Menschen transportiert (bei derselben CO2-Bilanz). 

Ich bin der Meinung, dass Mitfahrerbänke gerade in den Bereichen Selm, Bork und Cappenberg günstige Konzepte sind, um ein stückweit Mobilität zu gewährleisten und zudem das soziale Miteinander, die Solidarität und den ÖPNV stärken können.

Als Bürgermeisterkandidat möchte ich aus diesen Gründen das Konzept Mitfahrerbank für die Stadt Selm vorantreiben.