Hochverschuldet

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Eine Frage von Vanessa:
Hallo Herr Piekenbrock,
Selm ist hochverschuldet, irgendwie muss Selm aus den Schulden wieder raus.
Dass das eine langwierige Sache ist wird klar, aber welche Iddeen haben Sie grundsätzlich das Problem anzugehen. Wird es zulasten der Bürger gehen? Wir haben schon eine sehr hohe Grundsteuer, würde dieses noch weiter erhöht werden?
 

Hallo Vanessa,

ganz lieben Dank für die Nachfrage. Wir können hier in Selm nicht weiter an der Kostenspirale drehen. Seien wir doch mal ehrlich, schon jetzt steht das, was Selm bietet, nicht mehr in Relation zu den Kosten, die die Bürger hier tragen müssen. Wir müssen Zuzug generieren, um dadurch über die Einkommenssteuer Gelder einzunehmen. Ich füge hier mal eine Stellungnahme von mir aus Facebook ein, da sollte der von mir geplante Weg deutlich werden.

Selm muss attraktiver werden, das gelingt nicht, wenn man alles Alte abreißt. Der Charakter einer Stadt muss erhalten bleiben, ist alleine aber auch kein Garant.Ich möchte das Potential nutzen, was Selm trotz prekärer Haushaltslage und Corona hat, seine Menschen. Wir werden weder DIE Einkaufsstadt noch DER Industriestandort werden.Wir müssen andere Wege gehen!

Ich möchte Selm zu einer der kinder- und familienfreundlichsten Städte in NRW und zu einem Paradebeispiel an Generationen übergreifendem Engagement und Miteinander entwickeln.Eine meiner ersten Amtshandlungen würde eine Vereinbarung mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ UNICEF sein und die Planung eines ersten Mehrgenerationenhauses.Die Vereinbarung beinhaltet einfach die gesetzlich vorgeschriebene Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung ihrer Stadt und ihres direkten Wohnumfelds. Dazu das Mehrgenerationenhaus, hier profitiert Jung und Alt voneinander, im Übrigen ein längst vergessenes aber bewährtes Konzept, vor allem in stürmischen Zeiten.Die Umsetzung, die im Übrigen vom Verein durchgehend begleitet wird und in anderen Städten schon sehr erfolgreich ist und gefördert wird, würde Selm insbesondere für junge Familien und die hier lebenden Senioren krisensicher und attraktiv machen. Das würde für Zuzug sorgen und über die Einkommenssteuer Gelder in die Kasse spülen.Hier reden wir im Übrigen nicht von gutem Willen gegenüber unseren Nachkommen. Das Ganze ist gesetzlich geregelt.
– Art 12 UN- Kinderrechtskonventionen
– Baugesetzbuch
– Kinder- und Jugendhilfegesetz
– Din 18034


Daneben haben wir noch viele Baustellen, die einigen noch nicht so klar sind. Bei gleichbleibender Anzahl der Schulen, sind 3 Schulsporthallen abgerissen worden, ohne Nachersatz. Ein erhebliches Problem für den Schulsport. Für Schwimmunterricht steht nur ein “Therapiebecken” im 4elements zur Verfügung, hier läuft der Vertrag mit der Stadt 2021 aus. Schul- und Schwimmsport sind von elementarer Bedeutung für unsere Stadt. Da stehe ich für ein. Auch wenn die Haushaltslage prekär ist, ist es auch noch eine Frage der Priorisierung. Ich habe mich damals gegen die über 4,3 Millionen für die Gebäude an der Kreisstr. ausgesprochen, nicht, weil ich grundsätzlich gegen Stadtentwicklung bin, aber der Meinung, dass wir die Gelder woanders dringender bedürfen. Dazu kam das Verschleudern des Grundstücks am Sandforter Weg für 400tsd € an die Stadtwerke, an denen Remondis zu 49% beteiligt ist. ein Schelm, der böses denkt.
Dann müssen wir bei Bauplanungen endlich ein Kostencontrolling einführen, um z.B. zu verhindern, dass die Entwässerung des Baugebietes für Burger King mit 50 000€ geplant wurde und mittlerweile bei 1 750 000€!!! liegt. Das Geld fehlt woanders, insbesondere bei der Gestaltung für Freiflächen für Jugendliche, Kinder und Senioren.

Wenn weitere Fragen sind, oder Ihnen das so nicht reicht, können sie mich gern nochmal, auch telefonisch, kontaktieren.
Über ein kleines Feedback würde ich mich freuen.