Da Sie als BM Kandidieren, hätte ich einige Fragen an Sie

Hallo, Herr Piekenbrock,

Da Sie als BM Kandidieren, hätte ich einige Fragen an Sie, falls sie zum, bzw warum ich Sie als BM wählen soll …

1 Wie stellen Sie sicher, dass Mann /Frau im Dunkeln, sich sicherer fühlt?

Es geht mir zB um den Auenpark, manchmal schaffe ich es, oder meine Frau, erst sehr spät mit unseren Hunden, einen Spaziergang zu machen…

Und ganz ehrlich??? Hätte ich keinen grossen Hund, würde ich mich nicht in den Auenpark trauen. Da lungern Nachts so viele seltsame Gestalten rum, dass, man richtig Angst bekommt.

Es fährt das Ordnungsamt Streife. Toll bloss nach 20 Uhr, sieht man leider, niemanden mehr von denen….

Grnauso ist es mit den Bahnhöfen, im Dunkeln hat man wirklich leichte Muffensausen… Da meine Frau ziemlich oft die Bahn nutzt, erst mit dem Letzten Zug aus  Dortmund kommt, muss ich sie jedes mal abholen, da sie Angst hat, nochmal gott sei Dank haben wir einen großen Hund…Also wie willen sie sicherstellen, dass man sich in  Selm, sicherer fühlt???

Zweite Frage betrifft Hunde. Wird es unter Ihnen als BM einen Hundeauslaufplatz geben? Würden Sie evtl die Hundesteuer senken??? Bzw es in Betracht ziehen???

Ich freue mich schon auf Ihre Antwort

mit freundlichen Grüßen

A.

Meine Antwort:

danke für Ihre Anfrage.

Lieber Herr A.,

Zu Ihrer 1. Frage:

Sicherheit ist eines von meinen Kernthemen, wie sie meiner Homepage sicherlich entnommen haben. Klar ist, Sicherheit ist eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Leben, auch die generelle Attraktivität einer Stadt ist davon abhängig.

Nun haben wir in Selm noch keine so ausgeprägten Brennpunkte wie in Dortmund, aber ich gebe Ihnen Recht, auch in Selm haben wir bestimmte Örtlichkeiten, wo sich Straftaten häufen. Ich könnte nun lapidar, wie der ein oder andere im Wahlkampfmodus behaupten, ich würde mich dafür einsetzen, dass die Polizeipräsenz in Selm verstärkt wird. Dies wäre aber ein Versprechen, das kein Bürgermeister halten kann und das liegt mir fern. der Bürgermeister hat darauf keinen Einfluss, selbst unserer Kreispolizeibehörde in Unna sind hier aufgrund der landesweiten Personalknappheit Grenzen gesetzt. Wir müssen mit den Ressourcen arbeiten, die uns zur Verfügung stehen. Ich würde die sogenannte Ordnungspartnerschaft (Doppelstreifen aus Polizei und Ordnungsamt) forcieren, dies würde der personellen Knappheit bei der Polizei entgegen kommen. Dazu müssten die Einsatzzeiten des Ordnungsamtes entsprechend erweitert werden. Bei Brenpunkten an öffentlichen Plätzen bin ich u.a. auch ein Befürworter einer digitalen Überwachung, in erster Linie aus Gründen der Prävention. Sollte man bestimmte Örtlichkeiten gar nicht in den Griff bekommen, so muss man auch über den Einsatz privater Sicherheitsdienste, hier vielleicht auch als Doppelstreifen mit dem Ordnungsamt nachdenken.

Ich interessiere mich aktuell auch für ein ehrenamtliches Konzept, hier arbeiten Stadt und Ehrenamt eng zusammen.Dieses Konzept wird bereits in einer anderen Kommune des Münsterlandes sehr erfolgreich umgesetzt. Hier warte ich aber noch auf einen Ortstermin, um mir ein besseres Bild zu machen.

 

Zu Ihrer 2. Frage:

Wir haben als Ortsverein bereits den Antrag für eine solche Hundeauslauffläche gestellt. Ja, ich würde dies weiter verfolgen. Es gehört für mich zum einen dazu, unsere Stadt attraktiver zu gestalten und zum anderen, müssen wir bei der nicht gerade geringen Hundesteuer (im Vergleich zu anderen Kommunen), daran denken, das wir für die Einnahmen auch etwas bieten müssen. Hunde, bzw. Haustiere spielen in Familien eine wichtige Rolle und sind für Ihre Halter Familienmitglied, Trost und verlässliche Weggefährten. Hier muss insgesamt mehr getan werden. Ich denke hier an wesentlich mehr Abfallbehälter und Hundekotbeutelspender an den Wegen, die regelmäßig von Hundehaltern genutzt werden. Wir müssen insgesamt dafür sorgen, dass sich hier nicht weiter zwei Lager bilden, die der Hundehalter und die der Gegner, die sich oft zurecht über hinterlassene “Geschäfte” oder Hundekotbeutel in den Sträuchern beschweren.

Bzgl. der Hundesteuer kann ich Ihnen leider  keine konkrete  Antwort geben. Ich mache keine leeren Versprechungen. Selm ist hoch verschuldet. Wenn der alte Bürgermeister sein Erbe hinterlässt, sprechen wir von rund 11 Millionen Schulden. Die Stadt ist auf jeden Cent angewiesen. Eins kann ich Ihnen aber sagen; ich halte es für den völlig falschen Weg, Schulden und weitere Kosten immer wieder über die Stellschraube bei den Bürgern zu regulieren. Das ist auch sehr kurzfristig gedacht. Wir müssen Selm attraktiver gestalten. Die Kommune bekommt Gelder aus der Lohnsteuer aller arbeitstätigen Mitbürger, hier müssen wir ansetzen. Ansonsten wird Selm unattraktiv, weil auch unbezahlbar, für wenig Gegenleistung. Hier muss ein Gleichgewicht geschaffen werden.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen zufrieden stellend beantworten.